Urban Dialogue: Dein Tanz, deine Stimme
Workshop mit Kevin Albancando Tuntaquimba
Erlebe Urban Dance als universelle Sprache im generationsübergreifenden Dialog. Wir lernen tänzerische Grundlagen, gestalten gemeinsam Choreographien und tauchen in die kulturellen Aspekte der Tanzwelt ein. Alle sind herzlich eingeladen.
Über den Workshop
In diesem Workshop wird Urban Dance zu eurer gemeinsamen Sprache. Hip-Hop, Popping oder Breaking sind weit als nur coole Moves – sie sind Ausdruck von Identität, gegenseitigem Respekt und dem Wunsch, gehört zu werden. Im Rahmen unseres Projekts "Tanz bewegt Demokratie" nutzen wir diese kraftvolle Tanzkultur, um Brücken zwischen den Generationen zu bauen. Hier begegnen sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen auf Augenhöhe.
Gemeinsam erproben wir leicht erlernbare Bewegungen, experimentieren mit Raum- und Körperwahrnehmung und erleben, wie demokratische Werte wie Solidarität und gleichberechtigte Teilhabe ganz praktisch auf der Tanzfläche gelebt werden. Ihr müsst keine Vorkenntnisse mitbringen. Eure individuelle Herkunft, eure Geschichten und eure eigenen Ideen stehen im Mittelpunkt. Durch nonverbale Kommunikation und das gemeinsame Kreieren von Choreographien entsteht ein kreativer Dialog, der sprachliche Barrieren mühelos überwindet und durch den Rhythmus getragen wird. Jede und jeder Einzelne bringt sich ein, und am Ende formen wir aus den verschiedenen Impulsen ein gemeinsames Ganzes. Die Choreographien, die wir in diesem Prozess zusammen entwickeln, werden schließlich bei unserer großen Abschlussveranstaltung präsentiert. Kommt vorbei und taucht ein in die Welt des Urban Dance.
Über Kevin
Kevin Albancando Tuntaquimba (he/him) ist freischaffender Tänzer, Choreograf und Tanzvermittler. Er lebt derzeit in Leipzig und verankert seine künstlerische Arbeit verstärkt in der sächsischen Tanzszene, während er weiterhin eng mit seinen Ursprüngen in Freiburg verbunden bleibt. Seit seinem 15. Lebensjahr beschäftigt er sich autodidaktisch mit den urbanen Tanzstilen Popping und Breaking.
Ein Kernaspekt seiner Praxis ist die Technik des Popping und Waving. Die vielseitigen Techniken nutzt er als Werkzeug und dekonstruiert sie im Zusammenspiel mit zeitgenössischer Bewegungssprache.
Erste Erfahrungen mit Inszenierungen im öffentlichen Raum sammelte er ab 2011 beim Tanz- und Aktionstheater Pan.Optikum. Von 2015 bis 2017 war er als Choreograf im EU-Projekt Power of Diversity – The Crossing Lines Project tätig. Seit 2019 wirkt er in zahlreichen Produktionen der freien Szene in Baden-Württemberg und Sachsen mit, unter anderem in Zusammenarbeit mit Sigrun Fritsch, Smadar Goshen und Pascal Sangl.
Aktuell arbeitet er intensiv mit Cindy Hammer und der go plastic company zusammen, wobei kommende Performances im LOFFT – Das Theater (Leipzig) sowie in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste (Dresden) geplant sind. Zudem ist er in den Produktionen Game On und HERZrasen von Blomst! zu sehen, die an Schulen und Theatern getourt werden.
Seine jüngste choreografische Arbeit, das Stück Soft War, entstand im November 2024 in Kooperation mit der Schriftstellerin Martina Hefter und dem Musiker Patrice Libep. Nach der Uraufführung am Schauspiel Leipzig folgte 2025 eine Wiederaufnahme am Pathos Theater München. Mit seinem Lebensmittelpunkt in Leipzig fokussiert er sich aktuell auf den fächerübergreifenden Dialog zwischen urbanen Tanzformen und anderen Kunstgattungen in der Region.